Bartmeisen

Juhuu!

Endlich ist es  mir mal gelungen ein paar Bartmeisen zu fotografieren die im Schilf rumturnten. Ich habe sie ne halbe Ewigekit immer nur gehört und von einem Halm zum nächsten huschen gesehen. Doch dann setzten sie sich unverhofft in meiner Nähe nieder und knabberten an den Halmen herum. Ab und an schauten sie mich dabei sogar an. Wollten  Sie mir vielleicht  zeigen wie niedlich sie sind???

Später konnte ich noch einen Kleinspecht beoachte, den  man ja auch nicht alle Tage zu sehen bekommt.

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Unerwarteter Besuch …

Als ich diesen Samstag morgen total veschlafen  in mein Zimmer watschelte, erblickte ich eine kleines Vöglein auf der Querstange, die da zwischen dem Fensterrahmen angebracht ist. Ich rieb kurz meine Augen und sah das es sich doch um eine diesjährige noch recht unerfahrene Mehlschwalbe handelte. Dann bemerkte ich das es draußen heftigst regnete und machte kurz das Fenster auf. Der Platzregen hatte  viele Mehlschwalben und einige Rauchschwalben, zumeist diesjährige, wohl ziemlich heftig überrascht. Sie suchten Schutz und  krallten sich an der gegenüberliegenden Hauswand fest oder setzen sich direkt auf ein benachbartes Fensterbrett. Sie verhielten sich sehr sozial und  wärmten sich gegenseitig. Sie wisperten leise und schienen sich gar gegenseitig aufzumuntern und rum zu tuscheln. Als der Regen nachließ flogen sie weiter, vermutlich befinden Sie sich gerade auf dem Weg gen Süden. Ich war ziemlich beeindruckt wie die das gemeinsam durchgestanden haben. Mein Kinnlade blieb noch eine ganze Weile unten 😉

Vögel in Japan – 2.Teil – Oiso, Kamakura (Präfektur Kanagawa)

Nach unserer Tokio Woche hatten wir den unwiderstehlichen Drang nach Meer und wenig Menschen. Es zog uns für ein paar Tage nach Oiso und darauf noch ein paar Tage nach Kamakura, genauer in ein kleines Örtchen namens Gokurakuji.

In Oiso wohnten wir in einem alten Haus, bei einem alten Mann der einen alten Hund besaß. Er war mit Abstand der fürsorglichste und netteste Herbergsvater bei dem wir wohnten. Er stattete uns sogar mit E-Bikes aus mit denen wir dann zum Meer und durch den Ort zischten. Später erfuhren wir das Haruki Murakami in Oiso wohnt!!! (ist das zu fassen???). Wir vermuteten Haruki  nun fortan hinter jeden Mann über 60 mit Mundschutz. Wir wissen nicht ob wir ihn wirklich sahen, es wird wohl für immer ein Geheimnis bleiben. Aber das nur so nebenbei.

Das Wetter war uns nicht so wirklich hold, aber ein paar nette ornithologische Begegnungen hatte ich dann doch, v.a. an einem Tag mit viel Sonne. Mir begegneten hunderte Schwarzmilane (Milvus migrans), der Unterart lineatus, auf Englisch „Black eared Kite“, das den Name treffend beschreibt. Erstsichtungen hatte ich von Blaumerle    (Monticola solitarius philippensis ), Fleckschnabelente (Anas poecilorhyncha), Japanbuschsänger (Cettia diphone), Spiegelrotschwanz (Phoenicurus auroreus), Rothalstaucher (Podiceps grisegena) und Riffreiher (Egretta sacra).

Weiterhin konnte ich den Kizukispecht, Fischadler, Turmfalke, Feldsperlinge  (gibt wohl  keine Haussperlinge in Japan), viele Braunohrbülbüls, Rotflügeldrosseln, Weißwangenstare, Dickschnabelkrähen, Japanische Brillenvögel, orientalische Rabenkrähen (Corvus corone orientalis) japanische Bachstelzen und andere in Europa bekannte, aber eher häufige Arten (Graureoher, Kormorane, Spießente, Eisvogel z.B.) beobachten.  Die Sieboldgrüntaube (Treron sieboldii) die auf einer kleine Steininsel vor Oiso oft zum ruhen vorbeikommt, konnte ich leider nicht finden. Dafür war es aber auch jahreszeitlich zu früh. Aber das wird dann sobald wie möglich zu einer anderen Jahreszeit nachgeholt.

Alle beobachteten Vögel konnte ich nicht so richtig zufriedenstellend fotografieren, aber  zum Glück fand ich  den Frieden „light“ am Strand und noch nen netten Sonnenuntergang vorm mystic „Fuji“. Im nächste und letzte Teil über die Japanreise gehts dann um  Erlebnisse in Kyoto !

 

Vögel in Japan – 1.Teil – Tokyo

Schon lange war es ein großer Traum von uns einmal nach Japan zu reisen, und das  nicht nur weil wir gerne Murakami lesen, sondern um endlich mal in diese  in  fast allen Belangen andere Kultur einzutauchen.In diesem Jahr setzten wir diesen Traum in die Wirklichkeit um und besuchten Japan knapp drei Wochen lang von Ende Februar bis Mitte März.

Ich wollte in der Zeit natürlich so oft wie  möglich die Chance nutzen ostasiatische Vögel zu beobachten und diese, wenn es irgendiwe ging, bestmöglich zu fotografieren. Das war  manchmal etwas schwierig alles unter einen Hut zu bringen, aber ich finde uns beiden ist das ganz gut gelungen 🙂

Der erste Teil meiner kleinen Blogtrilogie über Vogelbeobachtungen in Japan, handelt von der ersten Woche, die wir ausschließlich in Tokyo verbracht haben, einer 10 Millionen-Menschen-Stadt, wenn man nur den reinen Stadtbezirk einbezieht!!! 35 Millionen mit allen Randbezirken, Wahnsinn!

Nach der langen strapaziösen Anreise und der 1. Nacht hörte ich morgens nach dem Aufstehen ein mir unvertrautes lautes Trillern mit leicht frechen Zieeeh-geräuschen. Ich lugte aus dem Fenster und da saß er, ein freches Kerlchen, dass ich ab diesen Tag fast täglich sah oder hörte, den „Brown eared Bulbul“ – (Hypsipetes amaurotis) oder auf Deutsch Orpheusbülbül. Die Art ist relativ scheu, außer wenn sie sich gerade an Kirsch- oder Pflaumenblüten labt.

Die ersten beiden Tage verbracht wir viel mit U-Bahn fahren, durch Menschenmengen schlendern bzw. die Hacken blutig laufen^^ und dem allgemeinen Zurechtkommen in jeder Hinsicht. Am dritten Tag fuhren wir dann mal in den für Tokyoter Verhältnisse „ruhigen“  Ueno-Park. Dort blühten schon ein paar Kirschbäume und was sahen meine kleinen verschlafenen Augen da: etliche Halsbandsittiche, welche die frischen Blüten wegknabberten. Wären da nicht die Bülbüls, die Dickschnabelkrähen und jede Menge Japaner gewesen, ich hätte fast gedacht ich bin in Wiesbaden 😉 Weiter ging‘s durch den Park und als nächstes begegnete uns eine hastig über zertretene Rasenstücke flitzende Rotflügeldrossel, die ein für meinen Geschmack sehr hübsch gefärbtes Gefieder besitzt.  Ich war entzückt, doch die nächste Begegnung lies mein Herz höher schlagen. Zunächst begegneten uns aus Deutschland bekannte Arten, viele Bergfinken, jede Menge Turteltauben (fand ich ungewöhnlich in Schland werden die langsam zur Rarität), Kohlmeisen und Feldsperlinge. Mit dem Fernglas suchte ich die weiteren Bäume ab und dann sah ich einen Trupp aus grünen und sehr quirligen Kleinvögeln, da waren sie: die Japanischen Brillenvögel, eine Art die ich mir schon vorher ausgemalt hatte zu sehen. Nichts wie in die Nähe um ein Bild zu machen. Der Rückweg führte an einem nach Eierpups stinkenden angelegten See vorbei, wo sich  Vertreter der  Braunkopf- und Japanmöwe recht kooperativ im harten Mittagslicht abwechselnd auf einen Steinpfeiler setzten.

Der nächste naturnahe Ausflug ging in den im japanischen Stil angelegten Gyoen Park im  Stadtteil Shinjuku. Hier begegneten uns schon mittlerweile  kennengelernte Arten wie Rotflügeldrosseln oder Brillenvögel. Neu hinzu kam Buntmeise, Maskenammer, Bachstelze (M. alba lugens), der Kizukispecht und Weißwangenstare, die später relativ häufig auftauchen sollten (sogar auf Mini-Verkehrsinseln zwischen 8-spurigen Straßen).

Die Wanderung auf den Tokyoter Hausberg „Takao“ brachte  zwar ornithologisch keine „neuen“ Funde aber wir glaubten ein Flughörnchen gesehen zu haben. Außerdem wurden wir mit einem einem sagenhaften Ausblick von der Bergkuppe belohnt, bewunderten Wahnsinns Tempelanlagen, genossen leckere Dangos (kleine süßen Klöße, die aus Reis hergestellt werden und mit Soja bestrichen werden) und erlebten, weil dort relativ wenige Menschen unterwegs waren, eine wirklich schöne Rückwanderung durch Zedern- und Bambuswald .

Als Fazit der Tokyo Woche muss ich aus ornithologischer Sicht sagen, dass ich schon etwas überrascht war überhaupt einige  Vogelarten in dieser Riesen-Mega-Stadt beobachten zu können. Im Wald war es jetzt nicht so üppig, aber das lag mit Sicherheit auch an der Jahreszeit und der Höhenlage, wo es in derartigen Lebensräumen dann nicht viel essbares für die Tierchen gibt.

Im nächsten Teil geht es dann um Oiso und Kamakura an Japans Pazifikküste genauer in der Sagami Bucht und ich versuche mich dann etwas kürzer zu fassen.  😉 Die Bildqualität wird dann hoffentlich steigen^^

Gelbbauchunke in verschiedenen Rufsequenzen

Diese Frühling hatte ich mal ein Video einer rufenden Gelbbauchunke gemacht und heute ein bißschen an der Geschwindigkeit gedreht. Das erste Video zeigt die Unke normalrufend, das Zweite in Viertel, und das Dritte in Achtelgeschwindigkeit zum Original. Das letzte find ich ziemlich heftig^^ Hört sich auch echt verrückt an wenn man alle Videos zugleich anklickt und die Anlage aufdreht!

Im Donautal … können Eichhörnchen schwimmen^^

Im schönen Donautal ließ sich vorvorgestern endlich mal wieder Arbeit und Hobby ein wenig kombinieren.  Ich schlackerte nicht schlecht mit den Ohren als ich meinem Arbeitsplatz an der Donau begegnete. Nach dem ersten Rundumblick konnte ich doch einen wunderbar platzierten,  einsamen Graureiher beobachten, wie er sich so die Sonne aufs Gefieder brennen ließ. Er wirkte recht zuversichtlich was der Tag wohl so bringen  würde.Ich zog dann ein paar Meter weiter und entdeckte im von weniger fotogenen von „Wassergemüse“ durchgezogenen seichten Wasser ein paar Junge vom Zwergtaucher. Es war herrlich zu beobachten wie sich die Zwergi-Eltern  um die scheinbar  nimmersatten Jungen aufopferungsvoll kümmerten.

Daoch das beste zum Schluß. Ich hatte mich auf einer Brücke „versteckt“ die unterhalb einer Bahnbrücke verlief (Brücke unter Brücke sozusagen^^)  und war da oben ganz angetan von der Stimmung und total vertieft im eigenen Gedankenland. Ich schaute mit dem Fernglas so durch die Gegend …..  als da plötzlich und total unverhofft ein Eichhörnchem direkt 1 m  vor mir auf dem Geländer der Brücke – – -aus dem totalen Nichts!! — – auftauchte. Ich erschrak und schrie, das Eichhörnchen erschrak gleichermaßen, schrie aber nicht, und ließ sich kamikazemäßig in die Donau fallen. P L A T S C H ! ! ! Total fertig und am Ende mit den Nerven wagte ich einen Blick nach unten und sah wie das kleine, rote Eichhörnchen um sein Leben paddelte. Und, watt soll ich sachen, es  tat es richtig gut! Es kam wohlbehalten am Ufer an und flüchtete klatschnaß auf einen  Baum. Leider hab ich in dem Moment nicht so schnell geschalten, aber ein Beweisfoto ist mir dennoch gelungen. Dank meiner sensationellen Entdeckung konnte wieder eine Wissenslücke gestopft werden^^ Ja, Eichhörnchen können schwimmen! Zumindest so an die 50 m am Stück!!

 

 

Zwergfledermaus in Waltershofen

Gestern abend stand ich bei gewittrigen Wetter, teils leicht nieslig, so 14 Grad, auf nem Hügel in Waltershofen um zu warten bis die Laubfrösche anfangen zu rufen. Aufeinmal  flatterte  unverhoff im Dämmerlicht eine Zwergfledermaus vor meinem Kopf herum. Schnell die ISO auf 10.000 gestellt, Blende 2.8 (niedriger ging nicht)  und dann versucht sie zu erhaschen. Die Art ist leider nicht für entspannte, geradlingige Flüge bekannt, sondern eher für hektische mit extrem, eckigen und abrupten Richtungsänderungen was es irgendwie schwierig machte.  Manchmal flog sie mir fast ins Gesicht.

Ich sehe das in etwa so, die Messlatte ist zumindest erstmal auf dem Boden  abgelegt😉

Ein einsamer Laubfrosch, ein paar Nachtigallen und Drosselrohrsänger,  ne Wasserralle und ein fiktiver Uwe Westphal  untermalten die Stimmung lautmalerisch😉

Aus dem Tagebuch eines Kartierers :)

Schon lange hatte ich mir vorgenommen hier mal wieder einen kurzen Eintrag über ein paar  Kartiererlebnisse niederzuschrieben. Zur Zeit befahre ich oft des Schwobe-Ländle und bin immer wieder über die Sorgfältigkeit der Einwohner erstaunt. Kaum parkt man irgendwo mitten in der Pampa kommt auch schon binnen 2 Minuten die erste beflissene Rentnerin an,  um einen darauf hinzuweisen das man dort nicht parken darf. Nächster Ort, kaum das Auto abgestellt, kommt die nächste eifrige Oma und sagt das ihr Enkel in 5 Minuten kommt und ich da nicht stehen bleiben könne. Weit und breit hätten da noch 100 Autos hingepaßt … ?!?  Muß man das verstehen … ???

Gut find ich auch immer wieder die Leute die einen fragen „Kann man Ihne helfe?“ oder „Was machet sie de do?“ wenn sie einen da mit Fernglas und Klemmbrett rumstiefeln sehen. Ich bin jetzt immer freundlich und auskunftsfreudig nachdem ich mal bei Kartierungen im Zollbezirk Bad Säckingen die Polizei am Hals hatte. Die Anwohner fanden es wohl högscht merkwürdig, dass da einer mit Fernglas und Teleobjektiv durch Ihre Gärten stiefelte.

Die nachfolgenden Bilder sind durchweg während der letzten beiden Wochen im Zuge von Kartierungsaufträgen entstanden und stellen eine kleine Auswahl dar. Ganz besonders hat mich die Begegnung mit dem Feuerslamander gefreut. Unter den Bildern stehen noch wichtige Hintergrundinfos die man auf keinen Fall  missen sollte 😉

Bin jetzt schon wieder wie Hulle auf die nächsten Zwei Wochen gespannt!!!

 

 

Der Kleiber im Kirschbaun

Letztens konnte ich einen Kleiber in einem kleinen Waldstück beobachten wie er eine zu große Spechthöhle für sich wohnlich machte. Unermüdlich schafft er Lehm heran und formte sich mit diesen  die Kinderstube für den bevorstehenden Nachwuchs zurecht.  Er machte dies extrem hingebungsvoll und gewissenhaft und lies sich von dem Mensch mit dem langen Metallauge nicht stören. Nach einer halben Stunde verzog ich mich aber lieber mal.

 

Phoenicurus ochruros …. Sie sind wieder da …

Die Hausrotschwänzchen … ja wie geil ist das denn…vorhin machte ich das Fenster auf und dann kommt das knirschende, typische  Ratzschen dieses mittlerweile recht häufigen Stadtvogels, der auch gerne mal auf Autos rumlungert.

Das bedeutet dann im  Umkehrschluss ***trommelwirbel*** wenn die Kerlchen ankommen und Ihre Reviere beziehen, dass der Frühling in den Startlöchern steht. Yes, MAM!

Die folgende Aufnahme, tätigte ich 2014 als ein Männchen direkt neben unserem  Dachfenster sang.

 

haro_auto_filtered
Und dieser  freche Autorotschwanz lungerte auf dem Auto von Herrn B rum …